• Hanna

Marokko - sechs Deutsche im Gerberviertel von Marrakesch

Aktualisiert: 14. Jan 2020

Den Besuch im Gerberviertel von Marrakesch hatten wir eigentlich nicht geplant. Wie wir doch dorthin gelangten und ob es sich gelohnt hat, verrate ich euch im folgenden Beitrag.


An unserem ersten Tag in Marrakesch haben wir keine Lust, ein bestimmtes Ziel anzusteuern. Eine von uns schlägt vor, vielleicht doch ein Museum zu besuchen. Die große Masse ist träge, lässt sich lieber einfach nur treiben. Die hinteren vier Mädels trotten hinter den vorderen zwei her, die dann doch irgendwie die Richtung vorgeben. So streifen wir durch die engen Gassen der Stadt, biegen um dunkle Ecken, wandern vorbei an bunten, metallenen Haustüren, im Schatten der mit Lehm gepflasterten Hauswände. Wie schön, dass wir kein Ziel haben - ach ja, maximal das Museum. Mir ist alles recht.


In einer kleinen, unscheinbaren Gasse kreuzen sich unsere Wege mit einem Mann, der laut und mit wilden Gesten telefoniert: Mit einer Hand hält er sein Handy ans Ohr, mit der anderen schiebt er seinen Roller. Als er uns sieht, hält er abrupt an: Wohin gehen? Ich helfen. Das Museum, das wir suchen, sei sonntags geschlossen, aber das Gerberviertel und der daran anschließende Markt seien auch sehr interessant. Gerber - hat das nicht was mit Leder zu