• Hanna

Los Angeles - Zu Gast bei Jack Nicholson

Stars & Sternchen auf dem Walk of Fame, Beverly Hills und Hollywood, Venice Beach und Santa Monica Pier. Das alles, die berühmten dünnen, hohen Palmen und ein angenehmes Klima im Winter werdet ihr in Los Angeles finden.



Wer will das nicht - einmal im Leben auf der Couch in Jack Nicholsons riesiger, streng bewachter Villa in den Hollywood Hills sitzen und mit einem Baileys in der Hand den Blick auf ganz Los Angeles genießen, im Rücken das berühmte Hollywood-Schild, den ebenso berühmten Nachbarn freundlich winken, um sich dann gemütlich auf den Weg zum Swimmingpool machen, der selbstverständlich beheizt ist - auch wenn das im Januar hier gar nicht unbedingt nötig wäre.


Natürlich - und leider - ist all das reine Fiktion. Nur das Klima hier in Los Angeles lässt nichts zu wünschen übrig, denn selbst mitten im Winter scheint meist die Sonne - mittags ist T-Shirt-Wetter. Von Jack Nicholson und seiner Villa sehen wir allerdings rein gar nichts - außer das versteckte und mit Kameras gut bewachte Eingangstor.


Wer in Hollywood und den angrenzenden Hollywood Hills auf die Suche nach Stars und Sternchen geht, hat ganz gute Chancen, einen von ihnen zu entdecken, denn hier gibt es die größte Promi-Dichte weltweit. Unzählige Villen sprenkeln jene Berge, die auch das berühmte Hollwood-Schild beherbergen, das in Wahrheit übrigens viel kleiner ist als meine aus unzähligen Serien und Filmen gespeiste Vorstellung es mir vorgegaukelt hat. Wer mit den Stars auf Nummer Sicher gehen will, sollte eine der Touren wahrnehmen, die hier angeboten werden: In kleinen Bussen wird man dann direkt vor die Häuser der Promis gebracht. Wer sich, wie wir, einfach treiben lassen möchte, fährt mit dem Auto den Mulholland Drive entlang - es ist die Straße, die über den Kamm der Hollywood Hills führt und zahlreiche Aussichtsplätze beherbergt, von denen man einen wunderschönen Blick auf die Stadt hat - bei Tag und Nacht.


Ein Besuch von Los Angeles und den berühmten Stadtteilen Beverly Hills und Hollywood ist eine einzige Begegnung mit Erinnerungen an Kinofilme, Serien und musikalische Welthits. Irgendwie ist es auch eine Begegnung mit meiner eigenen Vergangenheit, denn plötzlich kommt es mir vor wie gestern, als ich in den 1990ern den wöchentlichen Folgen der Serie "Beverly Hills, 90210" entgegenfieberte. Als wir mit dem Auto die Straßen von Beverly Hills abfahren, werde ich das Gefühl nicht los, dass gleich Jason Priestly und Tori Spelling über den gepflegten Rasen der Vorgärten schlendern. Und ich staune über den extremen Reichtum hier, der in den teuren Autos und individuell gestalteten Villen überall sichtbar ist.


Wem das mit den Stars bisher zu sehr aus der Luft gegriffen ist, sollte sich den Walk of Fame anschauen. Hier, auf dem Beverly Hills Boulevard, der sich über 15 Häuserblocks im Stadtteil Hollywood erstreckt, ist jeder Star, der Rang und Namen hat, mit einem goldenen Stern im Asphalt verewigt. Mehr als Angucken ist hier aber auch nicht drin.



Apropos gucken... das macht hier wirklich richtig Spaß, denn auf dem Bürgersteig wird ein Unterhaltungsprogramm der allerfeinsten Sorte präsentiert: Neben Rappern und Breakdancern wird gepredigt und gesungen, Superman und Minnie Mouse schütteln Hände und stehen für Selfies bereit. Auch Scientology ist hier vertreten: Da wir am Schaufenster ihres Hauptquartiers nicht schnell genug weitergehen, sondern einen Blick hinein wagen, werden wir angesprochen und eingeladen. Nein danke, schütteln wir den Kopf und gehen schnell weiter. Zwischen all dem Glanz, Blitzen und Blinken, Gucci, Prada und Victoria's Secret auf dem Boulevard gibt es auch hier Obdachlose, deren Armut hier so sehr auffällt wie an keinem anderen Ort.


Die Show geht trotzdem weiter - auch im Staples Center, Spielstätte der Basketballteams LA Lakers und LA Clippers. Ich kann nur jedem empfehlen, sich hier auch ein Basketballspiel anzuschauen. Zugegeben, mit einem Preis von 30$ für die billigsten, sehr hoch gelegenen Plätze und 30$ für den Parkplatz ist es zwar sehr teuer, aber teuer ist hier irgendwie alles und wann bekommt man schonmal die Gelegenheit, ein Spiel der NBA anzuschauen! Die bunte Show drumherum macht den Preis dann übrigens nach 10 Minuten schon wett.



Bunt ist es auch am Venice Beach und Santa Monica Pier. Beides liegt recht nah beieinander und sollte bei einem Besuch nicht fehlen. Hier liegt auch der berühmte "Muscle Beach", ein Fitnessstudio unter freiem Himmel und direkt am Strand. Auch hier ist diese Stadt also geprägt von dem tollen Klima, das sich durch milde, warme Winter und heiße Sommer auszeichnet und insgesamt ermöglicht, dass ein Großteil des Lebens draußen stattfinden kann.


Solltet ihr also, wie wir, Pech haben und keine Einladung zu Jack Nicholson's Couch bekommen, seid nicht traurig, denn in Los Angeles gibt es so viele andere schöne Dinge - zu sehen und zu erleben. Außerdem gibt es doch immer ein nächstes Mal...


Blick auf den Muscle Beach in Santa Monica Beach und vom Santa Monica Pier auf den Strand

Santa Monica Pier


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